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Gut geschützt

Einbruch und Lärm

Im eigenen Zuhause fühlt man sich sicher und gut aufgehoben. Wer die Tür hinter sich zugemacht hat, will zur Ruhe kommen und sich entspannen, ungestört sein. Damit das Gefühl der Sicherheit zu Hause auch berechtigt ist, sollte jeder Eigentümer sich über die eingebauten Fenster und Türen Gedanken machen.

Fenster und Türen schützen Bewohner vor Wetter, Lärm und ungebetenen Gästen. Der Punkt dabei ist jedoch, dass nicht alle auch die Sicherheit bieten, die wir hinter ihnen vermuten. Alte Fenster oder Türen weisen gegenüber neueren gravierende Unterschiede auf. Und es lohnt sich nicht nur wegen äußerer Einflüsse, über eine Erneuerung nachzudenken: Auch Wärme, die von innen nach außen gelangt, kann ein Grund sein.

Buchstäblich einen Riegel vorschieben
Vor allem Türen bieten Einbrechern einen leichten Zugang. Viele alte Türen sind schon ohne Werkzeuge mit körperlicher Gewalt aufzubrechen. Komponenten wie Türblatt, Beschlag oder das Schloss selbst sind Schwachstellen, die leicht geknackt werden können. Wesentlich schwerer haben es Eindringlinge allerdings, wenn vom Fachhändler eine geprüfte und zertifizierte Tür eingebaut wurde. Einbruchhemmende Türen gibt es in den Widerstandsklassen RC1 bis RC6. Hierbei ist auch entscheidend, dass alle Komponenten des Schlosses exakt aufeinander abgestimmt sind. Bei einer Tür der Klasse RC2 ist sichergestellt, dass es in der Konstruktion der Tür keinen Schwachpunkt gibt.

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Wer seine Haustür nicht gleich austauschen möchte, kann sie auch nachrüsten. Ist die Grundkonstruktion der Tür stabil und widerstandsfähig, kann man den Einbruchschutz verbessern. Die Nachrüstung und auch Zusatzsicherungen müssen auch hier sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Es nützt nichts, selbst eine Einzelkomponente einzubauen. Bei fachgerechter Montage haben Nachrüstungen ihre volle Wirkung und bieten den gewünschten Schutz.

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Fenster können mehr als nur eine schöne Aussicht

Im Erdgeschoss sind da ja auch noch die Fenster, an die man denken sollte. Alte Fenster sind schnell aufgehebelt – schon ist unauffällig jemand ins Haus gekommen. Auch hier kann man es Einbrechern wesentlich schwerer machen. Sicherheitsglas ist nur sehr schwer zu zerschlagen und schützt davor, dass die Scheibe eingeschlagen und der Fenstergriff aufgehebelt wird. Abschließbare Griffe mit Anbohrschutz verhindern, dass der Schließmechanismus des Fensters zerstört wird. Spezielle Stahlbauteile in den Ecken der Fenster leisten mehr Widerstand gegen das Werkzeug von Dieben. Wer sich noch besser schützen möchte, investiert in ein Fenster mit zusätzlichen Pilzkopfverriegelungen.

Fenster können aber noch mehr: Sie schützen auch vor hoher Lärmbelastung. Jeder, der an einer vielbefahrenen Straße oder Eisenbahnstrecke wohnt, kennt das Problem – die Geräuschkulisse auch bei geschlossenen Fenstern mindert die Wohnqualität erheblich. Schallschutzfenster machen entspanntes Wohnen wieder möglich, denn die spezielle Verglasung lässt Lärm von bis zu 50 Dezibel draußen.

Der Schutz für das Eigenheim wird gefördert

Eine Nachrüstung oder der Einbau neuer Türen und Fenster geben nicht nur ein sicheres Gefühl und Ruhe im eigenen Haus, sondern sind auch förderungsfähig. Die KfW fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz an bestehenden Wohngebäuden. Das kann sogar mit Maßnahmen zur Energiesanierung und Barrierereduzierung gekoppelt werden. Sowohl Materialkosten als auch Handwerkerrechnungen sind förderfähig, die Voraussetzung ist dabei allerdings, dass der Einbau durch ein Fachunternehmen des Handwerks durchgeführt wird. Wichtig ist, dass der Antrag vor dem Umbau gestellt wurde. Einige Städte und Regionen fördern auch den Einbau von Schallschutzfenstern.